Fotos Freitag und Sonntag: Pressestelle Erzbistum Bamberg / Dominik Schreiner
Fotos Samstag: Pressestelle Erzbistum Bamberg / Christian Ganser
„Unter Gottes Sternenmantel“: Pueri Cantores versammelt 1.200 junge Sängerinnen und Sänger in Bamberg
Köln/ Bamberg, 21. September 2026. Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores hat ein bundesweites Festival für Mädchenchöre und gleichstimmige Jugendchöre in der oberfränkischen Bischofsstadt Bamberg veranstaltet. Vom 18. bis 20. September 2026 haben 44 Ensembles mit rund 1.200 Sängerinnen und Sängern aus allen Teilen der Bundesrepublik. “Unter Gottes Sternenmantel“ – so das Motto des Festivals – teilgenommen.
Das besondere Ereignis markiert einen kirchenmusikalischen Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Verbands zu seinem 75. Geburtstag und verdeutlicht die Relevanz der katholischen Chorlandschaft in Deutschland und des Verbandes.
Das Leitwort des Festivals knüpft an den berühmten Sternenmantel Kaiser Heinrichs II. an, der im Diözesanmuseum aufbewahrt wird. Es schlägt eine Brücke vom reichen historischen Erbe der oberfränkischen Bischofsstadt zur Zusage schützender und bergender Begleitung Gottes in der Gegenwart. Das Festival wurde vom Erzbistum Bamberg veranstaltet und durchgeführt vom Team der Bamberger Dommusik und der Projektarbeit im Erzbistum Bamberg.
Grußwort von Erzbischof Herwig Gössl
Der Erzbischof von Bamberg, Herwig Gössl, verdeutlichte in seiner Predigt zum Abschlussgottesdienst am gestrigen Sonntag: „Euer Gesang im Gottesdienst – und ich meine, das haben wir gerade alle erlebt – dieser Gesang ist keine Vorführung vor Publikum, sondern er ist Gebet, ist Lobpreis der Größe und Menschenfreundlichkeit Gottes. So kann Euer Gesang auch Euch selbst beschenken, kann Euch tragen in schwierigen Lebenssituationen, in denen Ihr Euch ganz klein fühlt; er kann Euch einhüllen wie ein kostbarer, schützender Sternenmantel, durch den Ihr erfahrt: In der Größe Gottes bin ich nicht verloren, sondern geborgen.“
Ein Fest der Liturgie und der Begegnung
Das Programm der dreitägigen Veranstaltung hat mit einem offiziellen Auftakt am Freitag, dem 18. September, auf dem zentralen Bamberger Maxplatz begonnen. Von dort aus sind die Sängerinnen in einer festlichen Prozession zum Kaiserdom gezogen, um das Festival dort mit einem gemeinsamen Friedensgebet liturgisch zu eröffnen.
Der Samstag stand gänzlich im Zeichen musikalischer und persönlicher Begegnung: Neben klassischen Chorbegegnungen, haben die jungen Stimmen ihre Musik in verschiedenste soziale Einrichtungen der Stadt getragen. Auch ein kulturelles Programm hat den Jugendlichen die besondere Geschichte Bambergs nähergebracht. Der Tag endete in festliche Begegnungskonzerten sowie eine große Chorparty am Abend.
Den geistlichen und musikalischen Schlussakkord des Festivals bildete der festliche Abschlussgottesdienst im Bamberger Dom am gestrigen Sonntag, dem der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl als Hauptzelebrant vorstand.
Jugendliches Engagement und logistische Weitsicht
Die Konzeption des Festivals wurde vom Festivalteam rund um die Bamberger Dommusik partizipativ gestaltet: So wurde die Jugend-AG des Pueri Cantores Bundesverbands bereits frühzeitig in die Planung miteingebunden und hat zentrale Programmpunkte aktiv mitgestaltet. Diese Einbindung garantiert, dass die geplanten Formate auch der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen entsprechen.
Da einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Festivals in umliegenden Städten und Gemeinden – wie etwa Nürnberg, Bayreuth, Schweinfurt und Pottenstein – unterkommen, wurde auch das Bamberger Umland mit ausgewählten, dezentralen Programmpunkten musikalisch bereichert.
75 Jahre lebendige Gemeinschaft
Das Festival für Mädchenchöre und gleichstimmige Jugendchöre reiht sich in die 75-jährige Tradition des Deutschen Chorverbands Pueri Cantores ein. Seit der offiziellen Anerkennung auf der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 1951 widmet sich der Verband der Aufgabe, junge Menschen durch die geistliche Musik an die Liturgie heranzuführen. In Bamberg hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Chorgesang in der katholischen Kirche kein ästhetischer Selbstzweck ist, sondern eine Form der Verkündigung und Stifter einer starken Gemeinschaft, die lebenslange Freundschaften schafft, musikalisch erfüllt und nicht zuletzt eine nachhaltige Bindung an den Glauben ermöglicht.
Text: Johannes Moussong
Festivalwebseite: https://chorfestival-bamberg.de/
Ein herzliches DANKESCHÖN an die Bamberger Dommusik, das Erzbistum Bamberg und allen Engagierten die zum Gelingen dieses Fesitvals beigetragen haben. Allen Chören sagen wir: DANKE und wir sehen uns (hoffentlich) im Juni 2027 beim nationalen Chorfestival für alle Chorsparten in Freiburg!











